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Die 5 wichtigsten Punkte zur Haltbarkeit von Wollfilz Gleitern

Immer wieder erreichen uns Anfragen von Kunden, die wissen möchten, wie es um die Lebensdauer von Filzgleitern steht. Wie lange ein Filzgleiter hält, ist jedoch pauschal nicht zu beantworten und abhängig von vielen Faktoren. Warum manche Gleiter länger halten als andere, und wie Sie die Lebensdauer Ihrer Filzgleiter erhöhen können, erklären wir im heutigen Blogbeitrag.

Verschleiß und bestimmende Faktoren

Nicht immer lässt sich die Halbwertszeit eines Materials so einfach bestimmen wie in der Chemie. Schwefel halbiert sich beispielsweise in 87 Tagen, Plutonium erst nach 87 Jahren. Und wie sieht es mit Filz aus? Hier wird die Sache schon schwieriger. Erst recht, wenn der Filz nicht in einem Vakuum ruht, sondern als Filzgleiter im Einsatz ist.

Wie üblich bei Gebrauchsgegenständen und Verschleißteilen ist die Lebensdauer abhängig von einer Reihe von Faktoren: von der Beschaffenheit des Materials über die Intensität der Nutzung bis hin zu erschwerenden oder begünstigenden Faktoren. Auf alles möchten wir der Reihe nach eingehen und zum Schluss einen Ausblick geben.

Material: Wolle oder Synthetik?

Der erste wichtige Faktor für Filzgleiter ist die Materialbeschaffenheit. Während klassischer Filz ausschließlich aus Wolle gefertigt war, werden heute meist synthetische Fasern beigemischt – von hohem Wollanteil bis hin zu ausschließlich synthetischen Filzen. Bei Filzgleitern aus Wollfilz ist der Wollanteil entsprechend hoch.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Je größer der Wollanteil, desto weicher und bodenschonender der Filz. Für empfindliche Parkettböden empfehlen wir daher die Verwendung von Wollfilz. Dieser nutzt sich zwar schneller ab als synthetischer Filz, schützt dafür jedoch das Holz besser vor Abnutzung. Wenn herkömmliche Gleiter aus dem Baumarkregal also länger halten, liegt das nicht an der Qualität, sondern schlicht an der härteren Oberflächenbeschaffenheit.

Hohe Beanspruchung = hoher Verschleiß

Von besonderer Relevanz ist zudem die Häufigkeit und Intensität der Nutzung. Ein selten benutzter und noch seltener bewegter Stuhl setzt dem Filz naturgemäß weniger zu als der regelmäßig gebrauchte Küchen- oder Esszimmerstuhl. Auch unter Tischen oder Kommoden halten die Gleiter länger, da diese weniger bewegt werden als Sitzmöbel.

Zusätzlich problematisch ist bei Stühlen die ungleiche und dynamische Lastenverteilung. Während des Sitzens sind die vorderen Gleiter stärker belastet, weshalb diese sich auch schneller abnutzen als die hinteren. Und schwere Polstermöbel werden zwar seltener bewegt, bringen jedoch ein ungleich höheres Gewicht auf den Gleiter – sowohl durch ihr Eigengewicht als auch die Last mehrerer Personen.

Erschwerende Faktoren für Filzgleiter

Entscheidend ist jedoch nicht nur, was auf dem Gleiter lastet, sondern zusätzlich die Beschaffenheit des Bodens darunter. Geschliffenes Parkett nutzt die Filzfläche weniger ab als strukturierte Böden wie etwa gebürstetes Parkett. Eine glatte Lackversiegelung ist schonender als offenporiges, geöltes Holz. Und durchgängig verlegtes Parkett setzt den Filzgleitern wesentlich weniger zu als Landhausdielen mit breiten und tiefen Fugen.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Reinigungszustand des Bodens. Denn Schmutzpartikel erhöhen den Reibungswiderstand und damit die Abnutzung der Gleiter. Gleiches gilt für Kratzer oder Schrammen, die sich bereits auf dem Boden befinden. Sogar Vibrationen der Stuhlbeine, die beim Verschieben entstehen, haben je nach Stuhlmodell einen Einfluss auf die Gleiter.

Filzgleiter Lebensdauer verlängern

An der Beschaffenheit des Bodens und der Stühle kann man als Anwender nicht viel ändern. Es gibt jedoch begünstigende Faktoren, welche die Lebensdauer der Filzgleiter verlängern können. So sollte eine regelmäßige Bodenreinigung erfolgen und der Boden komplett trocknen, bevor die Stühle wieder heruntergestellt werden. Denn Feuchtigkeit schadet dem Filz, lässt ihn mit der Zeit spröde werden und verhärten.

Empfehlenswert ist es zudem, den Gleiter regelmäßig auf Staub- oder Schmutzablagerungen zu überprüfen und diese zu entfernen. Über kantige Hindernisse wie Übergangsleisten sollte man die Stühle beim Transport besser kurz tragen. Und generell gilt: Je größer die Filzfläche, desto besser die Lastenverteilung. Wer die Wahl hat, greift daher besser zum größeren und/oder stärkeren Gleiter.

Fazit

Wie hier dargestellt, variiert die Lebensdauer von Filzgleitern stark in Abhängigkeit der gegebenen Verhältnisse, lässt sich jedoch durch kleine Maßnahmen positiv beeinflussen. Wer zusätzlich Kosten senken möchte, sei auf die praktischen Wechselsysteme von QuickClick verwiesen. Die günstigen Austauscheinsätzen halten die Folgekosten gering und reduzieren den Montageaufwand auf ein Minimum. Unser Service-Team berät Sie hierzu gern.

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